Warum Storytelling unsere Hormone verrücktspielen lässt

Warum Storytelling unsere Hormone verrücktspielen lässt

Schhhh bitte nicht stören, ich groove mich gerade ein

Wer kennt das nicht, wir schauen einen Film und ab der ersten viertel Stunde sind wir total gefangen. Wir können nicht umschalten und es darf jetzt auch bloß keiner dazwischenreden, sonst werden wir gleich ungehalten und zischen ein ruhigstellendes „schhhhh“ in Richtung des Störenfrieds.

Was ist da nur los?

Woran liegt das, dass wir hier so gefesselt sind? Dabei ist das doch nur wieder einer dieser Filme, die wir doch schon zu hunderten geschaut haben. Es ist uns doch eigentlich auch von Anfang an klar, was hier im Laufe des Filmes noch passiert… Und trotzdem! Wir sitzen da und freuen uns wie ein Kind darauf was wir gleich erleben werden. Wir spüren bereits die Vorfreude in uns aufsteigen

Und genau das ist es! Wir ERLEBEN etwas, wir schauen nicht einfach nur einen Film, sondern unser ganzer Körper durchlebt das Geschehen regelrecht. 

Ich kann es fühlen

Es fängt bereits in den ersten paar Minuten an. Und diese ersten Minuten sind auch extrem entscheidend, denn hier begegnen wir der Hauptfigur, dem „Helden“ der Geschichte. Wir lernen ihn kennen und erfahren was ihn ausmacht, woher er kommt und in welcher Situation er sich gerade befindet. Wir bekommen einen Einblick in sein Leben und die Chance eine Verbindung zu ihm aufzubauen und ihn ein Stück weit zu mögen.

Hormoncocktail voraus

Genau hier schießen auch die ersten Hormone durch unseren Körper….

Oxytocin steht auf der Speisekarte. Das Kuschelhormon! Kuschelhormon? Warum das denn?

Ohne dass wir eine Verbindung zur Hauptfigur aufbauen, würden wir umschalten, sobald wir an die Fernbedienung kommen. Wir bauen also in diesen ersten Szenen Verbindung auf, die wir im Lauf des Filmes noch einmal vertiefen.

Hierbei geht es jedoch nicht darum ihn direkt zu mögen, eher zu verstehen, wer er ist und nachzuempfinden, was ihn ausmacht und warum er bestimmte Handlungen vollzieht. Wir hängen also am Haken des Erzählers und werden mit jeder Sequenz tiefer hineingezogen.

Und plötzlich ist alles anders...

Und dann PLÖTZLICH passiert etwas Unerwartetes, dass unsere Hauptfigur in all ihren Werten erschüttert, ihre ganze Welt in einem Moment aus den Angeln hebt und ganz klarmacht, dass nichts mehr so sein wird wie zuvor. Wir werden mit jedem Schritt tiefer in den Konflikt und das Drama hineingezogen und unser Körper reagiert darauf.

Wir produzieren eine Menge an Cortisol. Das Stresshormon hält uns wach und lässt uns all unsere Aufmerksamkeit auf den weiteren Verlauf des Filmes fokussieren. Wir können nicht anders als mitzufiebern und dranzubleiben. Mit jedem Schritt unserer Hauptfigur werden wir mehr und mehr involviert und können kaum mehr atmen vor Aufregung.

Ende gut, alles gut. Oder?

Und wenn dann endlich am Ende alles gut wird und die Hauptfigur das Böse besiegt und in den Sonnenuntergang reitet, sind auch wir mehr als erleichtert. Es ist fast wie ein kleiner Höhepunkt. Für das Durchhalten, das Mitfiebern und das Dranbleiben belohnt uns unser Körper mit Dopamin und schüttet so viel Glückshormon aus, dass wir vor Erleichterung wieder aufatmen. Unser Held beschert nicht nur sich und seiner Welt, nein auch uns ein Happy End. Wir fühlen uns gelöst und erleichtert. 

Nur noch einmal

Und weil wir diesen Ablauf bereits von Anfang an erwartet haben und diese Muster sich für uns als erstrebenswert herausgestellt hat, werden wir wann immer es möglich ist auch wieder bereitwillig die nächste Möglichkeit ergreifen uns diesen Cocktail zu Gemüte zu führen.

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Hi, ich bin Anne!

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